Schimmelentfernung mit Wasserstoffperoxyd gefährlich?

Schimmelpilzentstehung, Schimmelpilzprävention bzw. Entfernung, Schädlinge...
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BHH-Redaktion
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Schimmelentfernung mit Wasserstoffperoxyd gefährlich?

Beitrag von BHH-Redaktion » Fr 2. Dez 2016, 08:12

Frage aus dem BHH-Kontaktformular:

Der Apotheker sagte das Wasserstoffperoxid 30% sehr gefährlich sei? Sollte bei der Anwendung etwas in die Lunge dringen,
so ist ein Krankenhaustransport vorprogrammiert und der Wasserstoffperoxid mit 3 % taugt leider nichts...
Stimmen Sie den Aussagen zu?

Nussbaum
Beiträge: 242
Registriert: Mi 9. Mai 2012, 19:21

Re: Schimmelentfernung mit Wasserstoffperoxyd gefährlich?

Beitrag von Nussbaum » Fr 2. Dez 2016, 08:14

Wasserstoffperoxid wird beim Bleichen von Zähnen und Haaren stark verdünnt (-3%) wie aber
auch bei der Desinfektion und zur Bekämpfung von Pilzen, Viren und Bakterien angewendet.
Ab rund 12% sollte nur mehr der gewerblich-geschulte Nutzer damit arbeiten.
Von „sehr gefährlich“ kann aber keine Rede sein. Brillen, Atemmaske und Schutzanzug sind
bei ALLEN derartigen Maßnahmen zu verwenden. Jedenfalls ist H2O2 ohne jeglicher Rückstände,
im Gegensatz zu chlorhältigen Mitteln.

MFG Günther Nussbaum
http://www.bauherrenhilfe.at/

AndreasTeich
Beiträge: 17
Registriert: Mo 27. Nov 2017, 12:03

Re: Schimmelentfernung mit Wasserstoffperoxyd gefährlich?

Beitrag von AndreasTeich » Mi 31. Jan 2018, 11:20

Wie schon geschrieben wurde Arbeitsschutz beachten,
also Schutzbrille, Handschuhe verwenden und Haut und Haare abdecken- (nicht jeder will hinterher blond sein...)

Schimmelbekämpfungsmittel durch Streichen auftragen und als Laie möglichst nicht spritzen,
da dies lungengängige Aerosole erzeugen kann und durch Abprall von der Wand die Verteilung von
Schimmelsporen fördert.

Alternativ zu Wasserstoffperoxid ist verdünnter Ethylalkohol (=Brennspiritus) oder Isopropylalkohol verwendbar-
jeweils mehrmals auftragen. Keinen Essig verwenden.

Nach der Schimmelbekämpfung:
Ihre schimmelbekämpfende hohe Alkalität behalten Silikatfarben länger als die ebenfalls alkalischen Kalkfarben.
Sofern möglich solche Farben verwenden und nicht die üblichen Dispersionsfarben.

Dispersionssilikatfarben dürfen einen Maximalanteil von 5 % Acrylat enthalten,

Immer als 2 Komponenten gelieferte Rein-Silikatfarben enthalten gar keine Acrylate.
Vor dem Kauf IMMER die technischen Merkblätter lesen, die die Inhaltsstoffe aufführen!

Andreas Teich
Gebäude-Energieberater, Planungsbüro, Bau- und Selbsthilfeberatung, Begutachtungen

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