Sanierung nach Wasserschaden

Schimmelpilzentstehung, Schimmelpilzprävention bzw. Entfernung, Schädlinge...
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christianooe
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Sanierung nach Wasserschaden

Beitrag von christianooe » Mi 13. Jun 2018, 15:31

Sehr geehrter Herr Nussbaum,

Ich bin Miteigentümer eines Objektes mit 6 Wohneinheiten auf 3 Stockwerken mit darunter liegender Tiefgarage - alle im Eigentum.
Anfang des Jahres ist ein Wasserschaden der Hausverwaltung gemeldet worden. Unsere Wohnung ist glücklicherweise nicht unmittelbar betroffen. Damals tropfte es ein beim Auslass des Fallstranges wenig von der Garagendecke.
https://photos.app.goo.gl/L6ttThZpi4wfvyj89
https://photos.app.goo.gl/C9eDJ5eFbbuE6i387

Die Hausverwaltung beauftrage in dem ihr eigenem Müßiggang Wochen später Leckortungsfirmen die dann über Wochen immer mal wieder vor Ort waren aber zu keinem Ergebnis kamen. Irgendwann hat man dann offenbar mit der Versicherung entschieden einen Reparaturversuch zu wagen. Dabei wurde dann 8 Wochen nach der Schadensmeldung auf den obersten 2 Metern des Fallstranges ein Inliner-System verwendet.
Zwischenzeitlich hatten wir eine kleine Eishöle in unserem Objekt
https://photos.app.goo.gl/Zk5VxyuShF6dEd2M6

Das Ergebnis war eher unbefriedigend: ab diesem Zeitpunkt ronn es regelrecht in die Garage, wenn in der obersten Wohnung geduscht wird etc. Ob das Kausal mit der Reparatur oder mit dem mittlerweile vollgesogenen Mauerwerk zusammenhängt kann ich nicht sagen.
Es passierte wieder wochenlang, trotz mehrmaliger Urgenzen, nichts bis Ende April ein neuerlicher Versuch unternommen wurde. Diesmal wurde das Inliner System über den gesamten Fallstrang gezogen.
Dies war insofern erfolgreich, als ab diesem Zeitpunkt kein Wasser mehr in die Garage tropfte. Da die Anschlüsse aber offenbar nicht fachgerecht ausgefräst wurden kam es dann zum Rückstau des Abwassers so dass in einer Wohnung die Fäkalien in der Dusche standen bzw. in einer anderen Wohnung das Bad beim duschen unter Wasser stand.
Hier wurde relativ rasch nachbessert und nun scheint der Abfluss zu funktionieren. Laut Auskunft der anderen Eigentümer dürfte der Durchfluss aber weiterhin nicht mehr in der Form gegeben sein als vor der Sanierung.

Aktueller Stand ist, dass nun, Ende Mai damit begonnen wurde die Schäden in der Garage zu sanieren. Mitte Juni dürfte die Sanierung augenscheinlich immer noch nicht abgeschlossen sein.

In der Garage ronn von Jänner bis Ende April Wasser aus dem Schacht des Fallstranges in die Isolierung der Garagendecke, die Isolierung des Fallrohres und weiter über eine Wand.
https://photos.app.goo.gl/sKUrkXPJPpgKeRo48

Die Garagendecke ist von unten mit Mineralwolle und Heraklit abgedeckt. An diesem sah man auf ca. 10 qm einen Wasserfleck.
Die Wand zeigte bereits schwarzen Schimmel.

Folgende Sanierungsmaßnahmen wurden gesetzt:
Die Wand wurde dort wo der Putz abgebröckelt ist, gespachtelt und neu gestrichen. Eine Trocknung wurde nicht durchgeführt.
Die Isolierung der Garagendecke wurde ebenfalls neu gestrichen. Ausgetauscht wurde hier jedoch nur die Isolierung die zur Leckortung abgenommen werden musste. Auch eine Trocknung erfolgte nicht.
Die Isolierung um das Rohr wurde bis dato ebenfalls so belassen.
https://photos.app.goo.gl/tQwQ2PGwViGGs3KP9
https://photos.app.goo.gl/c4Ak5YGMAzYLDKX86

Massnahmen betreffend des Schachtes in dem der Fallstrang läuft wurden meines Wissens keine gesetzt. In den Wohnungen wurden zum Teil, dort wo bereits Schimmel vorhanden war getrocknet.

Der Boden in der Garage wurde auch nicht gereinigt - das sollte aber das kleinste Problem sein.

Die Frage ist nun, ob das tatsächlich so in Ordnung ist. Als Laie kann ich mir schwer vorstellen, dass die Feuchtigkeit von alleine weichen wird. Insbesondere in einer Tiefgarage in der ohnehin permanent der Boden etwas feucht ist.

Eigentlich hätten wir per Mehrheitsbeschluss die Hausverwaltung angewiesen einen Sachverständigen VOR der Sanierung beizuziehen. Das wurde zwar zur Kenntnis genommen, letztlich aber ignoriert. Dass das Vertrauen in die Hausverwaltung doch etwas erschüttert ist, ist sicherlich nachvollziehbar.

Bringt es noch etwas zu diesem Zeitpunkt einen Sachverständigen zuzuziehen oder kann/muss man ohnehin darauf vertrauen, dass die ausführenden Firmen und die Hausverwaltung alles Notwendige unternommen habe?

Viele Grüße

BHH-Redaktion
Administrator
Beiträge: 423
Registriert: Mi 18. Jan 2012, 13:37

Re: Sanierung nach Wasserschaden

Beitrag von BHH-Redaktion » Mo 27. Aug 2018, 12:09

Hallo Christian,

einen unabhängigen SV zu größeren Sanierungsmaßnahmen hinzuzuziehen bringt immer etwas. Im besten Fall im Vorhinein um den Status-Quo des Bestandes zu checken bzw. ein Sanierungskonzept zu erarbeiten. Natürlich hat der Zuzug eines SV auch im Nachhinein Sinn, er möge das LV der Sanierung prüfen und die geleisteten Dienste, in diesem Zug auch die Qualität der Dienstleistung geprüft wird.

Für Details mailen Sie mir bitte inkl. Adresse zur Sanierung - verein@bauherrenhilfe.org.

MFG
Team BHH.org

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