EFH WIRD UNBEWOHNT - korrekte Handhabe/Solar+FB+W-Leitung

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EFH WIRD UNBEWOHNT - korrekte Handhabe/Solar+FB+W-Leitung

Beitrag von BHH-Redaktion » Mi 18. Mai 2016, 10:43

Frage aus dem BHH-Kontaktformular:

Sehr geehrte Damen und Herren! Wir sind vor 3 Jahren in einen Neubau (Einfamilienhaus) mit Fussbodenheizung (Erdwärme) und Solaranlage (Sonnenkollektoren ca. 8 m2) eingezogen. Aufgrund einer beruflichen Veränderung wird das Haus in den nächsten 1-2 Jahren unbewohnt sein. Jetzt möchte ich gerne bei einem Fachmann nachfragen, was wir bezüglich der Installation, Heizung und Solaranlage tun sollen, insbesondere ist es ratsam, nach Abdrehen des Hauptwasserhahnes das Wasser aus den Leitungen zu lassen oder nicht? Sollen die Sonnenkollektoren abgedeckt werden? Ist bei der Fußbodenheizung etwas zu berücksichtigen? Ich habe diesbezüglich leider kontroverse Aussagen.

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Re: EFH WIRD UNBEWOHNT - korrekte Handhabe/Solar+FB+W-Leitun

Beitrag von BHH-Redaktion » Mi 18. Mai 2016, 10:46

Beantwortung via Sachverständigen Herrn Erich Mathä:

Wasserleitungen und Heizungsleitungen:
Grundsätzlich ist zu unterscheiden ob das Gebäude über Frost gehalten wird oder nicht. Sofern das Gebäude gänzlich unbeheizt und folglich Frostgefahr herrscht sind selbstverständlich alle Heizungs- und Sanitärleitungen zu entleeren und mit Pressluft auszublasen. Es ist sicherzustellen, dass sich an keiner frostgefährdeten Stelle Wasser befindet. Dabei ist auch wichtig, dass bei den Sifonen bei WC, Waschbecken dgl. auch das Wasser entfernt wird.

Sofern das Gebäude geringfügig beheizt wird (über Frosthaltung ca. 8-10 °C) kann die Heizung selbstverständlich nicht entleert werden. Diese muss sogar in funktionstüchtigen Zustand erhalten bleiben. Die Wasserleitungen brauchen demnach auch nicht entleert werden. Selbstverständlich ist der Hauptwasserhahn zu schließen! Es sollte jedoch bei Wiederinbetriebnahme auf sicherlich aufgetretene Verkeimung Rücksicht genommen werden. Desinfektion der Wasserleitungen wird erforderlich werden!

Solaranlage:
Bei der Solaranlage wird ein Abdecken der Solarpaneele am Dach in der Praxis nicht gelingen.
Eine Möglichkeit wäre den Druck in der Solaranlage auf ein Minimum, das heißt auf ca. 1 bar am Kollektor (Bei Einfamilienhäuser sind das ca. 2 bar an der Anzeige im Keller) zu reduzieren. Die Anlage bleibt in Betrieb und wird sich auch über die Abstrahlverluste des Speichers immer wieder mal einschalten. Der Verschleiß wird sich so am geringsten halten. Es wäre selbstverständlich ein Service der Dichtungen sowie Solarflüssigkeit jährlich anzuraten.

Eine weitere Möglichkeit wäre die Solaranlage gänzlich zu entleeren, mit Wasser gründlich zu spülen und mit Pressluft auszublasen. Das Ganze muss restlos frei von Wasser sein. Nach bzw. bei Wiederinbetriebnahme werden aller Wahrscheinlichkeit nach Wartungsarbeiten (Austausch von Dichtungen,.....) erforderlich werden. Das Entleeren der Solaranlage müsste dann der o. a. Möglichkeit vorgezogen werden wenn auch der Speicher und die restlichen Wasserleitungen entleert werden.

MFG Erich Matäh - http://www.sv-haustechnik.at/

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