WDVS bei EFH und Aufstockung mit Holzriegelbau

Ziegel, Holzriegel, Bauvertrag, Baubegleitung, Seriosität-Baufirmen
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Chrisi
Beiträge: 2
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WDVS bei EFH und Aufstockung mit Holzriegelbau

Beitrag von Chrisi » So 24. Feb 2019, 21:15

Sehr geehrtes BHH-Team!

Wir haben ein EFH BJ 1978 gekauft, wir werden eine Kernsanierung durchführen, im Zuge dieser wollen wir u.a. auch eine Fassadendämmung (gibt es noch nicht) und eine Aufstockung durchführen. Hier ergeben sich 2 Fragen:

- wir haben 2 Angebote, einmal Neopor Klima-Fassadendämmung und einmal mit Mineralwolle, der Anbieter der Neopor Fassade meint, daß der bestehende alte Putz sowieso "dicht" macht, also ist es ziemlich egal was man draussen draufmacht (Innenputz hat er uns einen Klimaputz angeboten), Architekten und ÖBA würden uns zur Mineralwolle raten --> was tun?

- Aufstockung: geplant ist ein DG Aufbau ca 40m2 auf einem Flachdach, das bestehende Kaltflachdach wird abgetragen. Die Geschossdecke im OG besteht aus einer Einhängedecke, vom BM würde ein ca 16m2 großes Deckenfeld ausgeschnitten, vom Zimmerer eine Tramdecke mit Stiegenausschnitt aufgebaut, danach noch Leimbinder und darauf dann eine Holzriegelkonstruktion. Architekten hätten eine Stahlkonstruktion als "Fundament" sowie eine Stahlrahmenkonstruktion als DG Aufbau geplant. Kritikpunkt der Architekten an der Holztramdecke ist, daß die Dachdeckendämmung/Gefälledämmung sich in der Ebene der Holztramdecke befindet, wenn Feuchtigkeit (Flachdach) eintritt, kann die Holzkonstruktion womöglich feucht/hin werden. Ist diese Kritik gerechtfertigt, oder aber macht es Sinn statt der Holztramdecke eine Fertigstahlbetondecke zu verwenden? (Als Dämmung im DG hätten wir aber Mineralwolle vorgesehen). Zur Info: Aufbau der DG Decke von Unten nach Oben: 1,5cm GKF Platten malfertig verspachtelt, 2,4 cm Sparschalung, Dampfbremse, 20cm Tramlage dazwischen MW, 2,2 cm OSB Platten Nut-Feder gerichtet für Estrich oder sonstigen FB Aufbau

Zur besseren Vorstellung anbei ein Foto von Ist-Zustand (OG Decke, die EG/OG Decke besteht im Stiegenbereich ebenfalls aus einer Stahlbetondecke).

Vielen Dank für eure/Ihre Hilfe
Christoph
DSC_5314.JPG

BHH-Redaktion
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Re: WDVS bei EFH und Aufstockung mit Holzriegelbau

Beitrag von BHH-Redaktion » Fr 1. Mär 2019, 15:15

Hallo Chrisi,

wer ist Ihr Architekt? Ist die ÖBA unabhängig vom Architekten oder durchführenden Firmen beauftragt?? Wer führt für Sie die ÖBA
durch? Welche Unternehmen sind am Projekt beteiligt?
Generell soll ein Baubegleiter immer nur von Ihnen berufen und nicht mit Beteiligten beim Projekt verbunden sein.
Habe Ihre Anfrage an einen SV weitergeleitet, bitte um etwas Geduld.

MFG
BHH.org Team
verein@bauherrenhilfe.org

Chrisi
Beiträge: 2
Registriert: So 17. Feb 2019, 20:57

Re: WDVS bei EFH und Aufstockung mit Holzriegelbau

Beitrag von Chrisi » Fr 1. Mär 2019, 17:01

Hallo!

das Architektenteam wurde uns von Freunden empfohlen, ebenso die ÖBA ( haben aber nichts miteinander zu tun). Der Dachdecker/Spengler (Mann einer ehemaligen Schulkollegin) hat uns den Zimmerer und Baumeister vermittelt. Sowohl die Baufirma als auch der Zimmerer sind "renommierte" Firmen.

Vielen Dank fur die Hilfe!
Lg, Christoph

Nussbaum
Beiträge: 242
Registriert: Mi 9. Mai 2012, 19:21

Re: WDVS bei EFH und Aufstockung mit Holzriegelbau

Beitrag von Nussbaum » Di 5. Mär 2019, 08:45

„Eine Steinwolle-Fassadendämmung mit Dickputz wird gegenüber der Neopor-Fassade mit Dünnputz als höherwertig anzusehen sein. Das wird sich auch im Preis niederschlagen. Brandschutz und Wärmespeicherung werden bei der Steinwollefassade besser sein, der U-Wert schlechter. Hier sind die Prospektdaten zu studieren, Vor- und Nachteile abzuwägen. Für das Raumklima wird es unerheblich sein, eine Wand muss in dem Sinne auch nicht „atmen“ können. Zur Aufstockung wenden Sie sich an Ihre Professionisten oder Planer, die kennen alle Umstände und können verbindliche Stellungnahmen abgeben. Das ist in diesem Forum seriöserweise nicht möglich. „

MFG
Günther Nussbaum
http://www.bauherrenhilfe.at/

AndreasTeich
Beiträge: 17
Registriert: Mo 27. Nov 2017, 12:03

Re: WDVS bei EFH und Aufstockung mit Holzriegelbau

Beitrag von AndreasTeich » Di 6. Aug 2019, 21:29

Aufstockungen würde ich wie geplant aus Holz vornehmen, wobei auch CLT/KVH Konstruktionen zu überlegen wären-
zumindest wesentlich schneller und präziser sowie häufig auch statisch vorteilhafter.
Dämmungen würde ich zB mit Zellulose, Hanf oder Holzfaserplatten vorsehen, die zudem einen wesentlich besseren Hitzeschutz bieten, aufgrund der Kapillarität und Wärmespeicherung kein Schimmelpotential haben und Spechtlöcher sehr unwahrswcheinlich sind.

Statische Ertüchtigungen können gerade bei einer Holzaufstockung ebenfalls als Holzkonstruktion ausgeführt werden.
Bei Undichtigkeiten liegen häufig auch Planungsfehler vor- bei Stahl sind Wärmebrücken mit Kondensatausfall viel wahrscheinlicher und evt Brandschutzanforderungen aufwendiger.
Details muß natürlich der Planer bzw die Bauaufsicht vor Ort üfestlegen.

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