Tipps für den Hausbau

Ziegel, Holzriegel, Bauvertrag, Baubegleitung, Seriosität-Baufirmen
Antworten
Nico
Beiträge: 4
Registriert: Sa 13. Feb 2016, 18:34

Tipps für den Hausbau

Beitrag von Nico » Fr 26. Jan 2018, 18:09

Mittlerweile ist unser Hausbau abgeschlossen, wir sind zufrieden, auch weil alle Termine eingehalten und (fast) alle Mängel behoben wurden.
Keller Ortbeton/90m², Fertighaus zweistöckig/130m². Baubeginn 5. bzw. 9.2016, Einzug 12.2016.

Meine Tipps für zukünftige Häuslbauer:

- MEHRERE ANGEBOTE EINHOLEN! (ja, zeitaufwändig)
- Angebote richtig vergleichen! (ja, schwierig)
- Festpreisangebote/Pauschalangebote sind in der Regel besser als Angebote "in Regie"
- Vor einer Unterschrift verhandeln, es gibt IMMER Spielraum, auch bei "fixen Fertighausangeboten"!
- Sich schriftlich bestätigen lassen, dass alles nach ÖNormen und OIBs gebaut wird und im Preis inkludiert ist.
- Baubeschreibung (Fertighaus) gut studieren
- und ja, der Klassiker: Es wird preislich IMMER mehr, als man denkt... (und alle denken, bei MIR geht sich's dann schon aus...) --> Bankkredit
20.000€ höher ansetzen als geplant, Haus 20.000€ kleiner planen als geträumt!
- Generalunternehmer ist besser als mehrere einzelne Firmen, die der Bauherr vielleicht auch noch koordinieren soll. Wir hatten 1 Fertighausfirma
(fast schlüsselfertig) und 1 Kellerfirma, und trotzdem gabs riesige Probleme bei der Abstimmung!
Am besten ist "alles aus einer Hand" - oder beim Fertighaus auf den Keller verzichten!
- Den ganzen Bau mit Fotos dokumentieren (zur Not soll ein Freund auf die Baustelle)!
- Sich NICHT mit Pfusch bzw. "ungutem Gefühl" abfinden lassen! Nachfragen, sich informieren, sofort auf Verbesserung/Klärung bestehen!
- Abstimmung ökologischer Heizsysteme (bei uns: LW-Wärmepumpe/PV/Solaranlage) im Idealfall vom Kenner (Solarteur...) ausführen lassen. Bei
uns sagten Installateur und Heizungsfirma und Elektriker, sie kennen sich da nicht aus (!)... viele wichtige Entscheidungen und Einstellungen
musste ich selber vornehmen.
- das "Ausstattungsprotokoll" (Zusatzausstattung/Aufpreise usw.) genauestens überprüfen bzw. hinterfragen.
Wird das verbaut, was ausgewählt wurde? Baubeschreibung studieren! Richtige Menge, richtiger Preis? Bei zu hohen Aufpreisen lieber selber
machen/anderweitig vergeben. Hier machen Fertighausfirmen das große Geld!
- Bei der Endbesichtigung und Übernahme gründlich sein und sich Zeit lassen! Wir waren so froh, dass alles vorbei war, dass wir gesagt haben passt
schon, die paar Flecken und Kratzer in den Fensterscheiben oder in der Holztreppe entfernen wir selber. Bis heute nicht gemacht... Die Firmen
müssen einen Nachlass geben für JEDEN Mangel bzw. diesen beheben!
- Abrechnungen genauestens überprüfen: unser Massivkeller wurde wie üblich "nach tatsächlichen Maßen" abgerechnet. Leider hat der Baumeister
zu große Maße genommen, falsche Volumina berechnet, Dinge verrechnet, die gar nicht verbaut wurden und Önormen übersehen.... (z.B.
Innenputz: Innentüren dürfen NICHT durchgerechnet werden, wenn die Laibungen unverputzt bleiben - das sind bei 5 Türen fast 20 m² zu viel
verrechneter Putz!)

Beim Keller allein hat meine Durchsicht/Kontrolle eine Preisminderung in fast fünfstelliger Höhe verursacht!! Das bedeutet: Der Baumeister hat uns eine Schlussrechnung gestellt, die um 10.000€ ZU HOCH war bzw. höher als das Vereinbarte/Geleistete!

Ich finde das eine Frechheit - diese Praxis, dem Laien grundsätzlich zu viel zu verrechnen, hat sich durch fast alle Firmen gezogen, mit denen wir in Kontakt waren. Das bedeutet, dass der private Häuslbauer mit größter Wahrscheinlichkeit zumindest irgendwo übers Ohr gehauen wird.

Ich bin Mathematiker, deshalb konnte ich alle Naturmaße, alle Oberflächen, alle Betonmengen usw. selber schnell berechnen. Ich war in dieser "Phase der Rechnungsstellungen" so wütend auf diese Baufirmen-Gepflogenheit, dass ich euch allen folgendes Angebot machen möchte:

Falls ihr alle Pläne und Fotos habt, so schaue ich gerne mal kurz über eure Schlussrechnungen. Vor allem, wenn euch sowieso schon was "überhöht" vorkommt. (Fertighausrechnungen bringen leider nichts, da ists schon zu spät...)
Bitte nichts schicken - bei Interesse bitte ich um vorherige pers. Nachricht.

Ebenfalls beantworte ich gerne eure Fragen zur ökologischen Heizsystemplanung. Wir haben ein Plus-Energie-Haus (Gesamtstromverbrauch 4000 kWh/J, Gesamtstromerzeugung mit PV 5000kWh/J) und ich habe hunderte Stunden in dieses Thema investiert.

Was sind eure Tipps?

Alles Gute für euren Hausbau und DANKE AN DIE COMMUNITY!!

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste