Beregnungsanlage

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Beregnungsanlage

Beitrag von BHH-Redaktion » Di 27. Aug 2013, 11:53

Frage aus dem BHH-Kontaktformular

Wir haben im Februar 2013 unser neues Haus bezogen. Dieses wurde von unserm Bauträger komplett errichtet. Nun haben wir eine Beregnungsanlage in unserem Garten installiert. 2 Kreise mit je 3,5 Bar und 50 l/h Anforderung. Wir sprachen mit unserem Installateur - dieser hat nur 1/2" mit Leitungslänge von ca. 13m vom Wasserzähler gelegt. Der erforderliche Durchfluss zum richtigen Betrieb der Beregnungsanlage wird offensichtlich nicht erreicht. Schätzungsweise 25 - 30 l/h.
In unserer Baubeschreibung steht lediglich:
"Im Bereich der Terrasse wird ein Wasseranschluss mit selbstentlehrendem Auslaufventil und Schlauchanschluss vorgesehen."
Es ist leider der Querschnitt/ Druck/ Durchflussmenge nicht definiert.
Wir haben jetzt eine Bewässerungsanlage welche wir nicht benützen können - da wir davon ausgegangen sind, dass der Anschluss im Garten die 3,5 Bar und die 50 l/h bringt.
Unserer Frage daher
Gibt es eine Norm in der die erforderlichen Mindestquerschnitte definiert sind?
Wenn ja, wie sind diese?
Gibt es Richtlinien an die ein Installateur sich halten sollte, wenn er einen Wasseranschluss im Freien/ Garten macht?
Zahlt sich ein Rechtsstreit aus?

BHH-Redaktion
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Re: Beregnungsanlage

Beitrag von BHH-Redaktion » Mo 11. Apr 2016, 11:20

Aktualisierung zu ursprünglicher Beantwortung vom 27.08.2013
Beantwortung durch SV Erich Mathä



Sie schreiben, sie haben eine Gartenberegnung installiert welche bei 3,5 bar 50 l/h benötigt. Sofern diese Anforderung dem Installateur nicht bekannt waren bzw. Vertraglich nicht gefordert waren hat er keine Verpflichtung diese zu erfüllen.

Sofern ein ½ Gartenauslauf vertraglich gefordert war sollte dieser zumindest 0,4 l/s (1440l/h) bei 0,5 bar Fließdruck bringen. Das wäre dann auch im Einklang der ÖNORM B 2531 -
Technische Regeln für Trinkwasser-Installationen - Nationale Ergänzungen zu den ÖNORMEN EN 806-1 bis -5. Eine Verpflichtung zu 3,5 bar Fließdruck besteht nicht ohne gesonderte Vereinbarung. Der Installateur hat aber jedenfalls die erforderlichen Wassermengen mit dementsprechenden Druckverhältnisse für die Ihm bekannten Einbauten herzustellen.

Wie Ihre Aussichten in einem Rechtsstreit aussehen hängt also im wesentlichen davon ab ob der Installateur Kenntnis von der nunmehr verwendeten Beregnung hatte. Wie es sich anhört war aber ein ganz simpler Gartenauslauf gefordert? Dann wäre von einem Rechtsstreit abzuraten.

Bei genaueren Auskünften müsste ich mir Verträge, Ausschreibung oder Angebot,…. ansehen.

MFG Erich Mathä
http://www.sv-haustechnik.at/

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